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Schülerseiten
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Tag der offenen Tür 2008
Das stand auf dem Programm: 11 –13 Uhr: 20 Jahre Montessori-Schule Traunstein - inklusive: Musik/Akrobatik 1. Grußwort Schulleitung Arnold 2. Grußwort Bürgermeister Kösterke 3. Grußwort Landrat Steinmaßl 4. Trommelgruppe 5. Grußwort Landesverband Matthes 6. Grußwort Elternbeirat Enderle 7. Grußwort Vorstand Lenz 13 - 17 Uhr: Tag der offenen Tür - inklusive: Bazar/Adventsgestecke ab 13 Uhr zu jeder halben Stunde: Schüler führen durch das Schulhaus Info-Stand und GPA-Ausstellung Tombola zugunsten der Klassenfahrt (J9/10) Jonglierschule Sansibar des Vereins Suchtprävention Voll-drauf 13:30 u. 14:30 Vorführunterricht 13:45 u. 15:30 Podiumsdiskussion 14:00 u. 15:00 Chemische Versuche Theaterfilm: Heinz von Stein Holzwerkstatt ECDL-Vorführung Schminken Kerzen ziehen Origamisterne basteln Popcorn-Verkauf Bücherstand u. -flohmarkt Imbiss im Mehrzweckraum ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() |
![]() 20 Jahre Montessori-Schule
Die Montessorischule Traunstein feierte ihr 20-jähriges Bestehen mit einem Festakt. Sie lud in diesem Rahmen am vergangenen Samstag auch zum Tag der offenen Tür ein. In seiner neuen Funktion als Schulleiter sprach Uwe Arnold anschließend seinen Dank in der Vorbereitung der Feier nicht nur den Schülern, sondern besonders den einsatzbereiten Erwachsenen zu. Der einzige Weg zur Erziehung sei laut Albert Einstein das Vorbild - um so bedeutender für unsere Kinder sei eine enge Zusammenarbeit mit Eltern und Lehrern, was an Montessorischulen auch gelebt werde. Er ging auf ein weiteres Merkmal der Schule ein: Das Fehlen von häufigen Lernzielkontrollen. Natürlich müssten sich die Schüler zum Schulabschluss oder -übertritt an den Prüfungen der staatlichen Schulen messen lassen, in der Zwischenzeit würden aber Lerninhalte lieber vermittelt statt häufig abgefragt. Herr Otto Mayer vom Schulamt Traunstein würdigte die Eigeninitiative der Schule. Zum Erfolg einer Schule gehörten erfolgreiche Schüler ebenso wie zufriedene Eltern und engagierte Lehrkräfte. Die Montessorischule leiste einen wichtigen Beitrag zur Vielfalt des Schullebens im Schulbezirk, wofür sich Mayer an dieser stelle ganz herzlich bedankte. Er beendete seine Rede mit dem ermutigenden Sprichwort: "Wende Dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter Dich." Auch Herr Oberbürgermeister Manfred Kösterke sprach herzliche Glückwünsche zum 20-jährigen Bestehen der Schule aus. Er teilte die Freude darüber, dass es gelungen ist den gemeinsamen Standort für die Grund- und Hauptschule in Traunstein zu errichten. Mit über 10.000 Schülern sei Traunstein die Schulstadt des Landkreises und gerade in unserer modernen Welt sei Montessori-Pädagogik ein überaus wichtiger Beitrag. Mit zwei Liedern der Erstklässler und zwei instrumentalen Eigenkreationen von Kindern der sechsten Jahrgangsstufe wurde an dieser Stelle der Festakt nochmals aufgelockert. Herr Günter Matthes vom Montessori-Landesverband Bayern sprach über seine Motivation diese umfangreiche Aufgabe im Ehrenamt wahrzunehmen. Seine persönlichen Erfahrungen, die er mit einem seiner Kinder an einer Montessorischule sammeln konnte, hätten ihn dazu bewegt. Er erwähnte, dass der Freistaat Bayern laut Presse 30 Milliarden Euro zur Sanierung der Landesbank aufbringen müsse, andererseits aber ca. 2000 Euro pro Schüler und Jahr an Montessorischulen fehlten. Gleichzeitig klagen Unternehmen über Fachkräftemangel und dass Schulabgänger nicht genügend auf das Berufsleben vorbereitet seien. Es müsse eher in Bildung investiert anstatt gespart werden. Kommunen und Unternehmen sollten sich hier mehr verantwortlich fühlen. Eine reflektierte Selbsteinschätzung als Vorbereitung auf das Berufsleben sei wertvoller als Noten. Inzwischen seien in Bayern bereits acht Montessori-Fachoberschulen gegründet worden. Er äußerte den Wunsch, dass dies hoffentlich auch bald in Traunstein gelingen möge. >Ebenfalls als neu im Amt sprach der Elternbeiratsvorsitzende Wolfgang Enderle das hohe Vertrauen der Eltern an, das diese benötigen um ihr Kind an eine Montessorischule zu schicken. In der Regel wäre der Schulweg weiter und somit aufwendig und die Kinder gingen nicht in die gleiche Schule wie ihre Freunde am Ort. Auch der fehlende Leistungsdruck ließe manche Eltern befürchten, dass das Kind nicht genügend lerne. Wer ein Kind dabei beobachte, wie es sich mit einer Sache beschäftigt, die es gerade interessiert, werde feststellen, dass die Konzentration und der Lerneffekt dabei enorm seien, dagegen wäre es aber eher unwahrscheinlich, dass sich in einer Schulklasse alle Kinder gleichzeitig für den gleichen Stoff interessieren. Vorstandsvorsitzender Wolfgang Lenz bat zu Beginn die Gäste um eine Minute zum Gedenken an die im Oktober verstorbene Schulgründerin Maria Danner. Er gab einen Rückblick zu den vergangenen zwanzig Jahren der Schule und betonte darin auch die weitere Entwicklung. Durch das steigende Interesse an Bildungsalternativen sowie dem nun günstigen Standort und die Transparenz der schulischen Arbeit sei die Nachfrage stark gestiegen. Nach einem Ausblick auf künftige Planungen und Erweiterungen an der Schule bedankte er sich bei allen Mitarbeitern und nicht zuletzt bei den Eltern und Kindern die vertrauensvoll die Montessorischule Traunstein als Bildungsstätte wählten. Er lud ein, die Schule beim anschließenden Tag der offenen Tür näher kennen zu lernen und sich von dem umfangreichen Programm mitreißen zu lassen. Von der sehr beliebten Cafeteria bei Snacks und Kuchen mit Tee oder Kaffee über Cocktails an der alkoholfreien Sansibar und Popcorn bis hin zu Weihnachtsplätzchen war reichlich für das leibliche Wohl der Besucher des Tag der offenen Tür gesorgt. Für Gäste ab dem Kindergartenalter wurden Aktivitäten im Rahmen von Werken, Textilarbeit, Sport und auch einem eigenen Vorschulunterricht angeboten. Anschauungsunterricht in Chemie und Kochen und natürlich die montessoritypische Freiarbeit zeigten die Vielfalt und den Anspruch der Schule. Von der Vermittlung der im Berufsleben stark gefragten Soft Skills wie z.B. Selbstvertrauen und Kommunikationsfähigkeit konnte man sich bei zwei Podiumsdiskussionen überzeugen. Hierbei wurden Besucherfragen durch Schüler aus unterschiedlichen Jahrgangsstufen, sowie Vertreter der Lehrer und des Vorstandes diskutiert. Selbst die Moderation dieser Diskussionsrunde wurde von Schülern durchgeführt. Im 30 Minuten Takt führten Schüler Besuchergruppen durch das Schulhaus und konnten im Anschluss daran noch zu ihren persönlichen Erfahrungen und Einschätzungen zur Schule befragt werden. Weitere Informationen zu Finanzierung und dem Schulbetrieb sowie Anmeldung und Einschreibung an der Schule wurden am Infostand von Vertretern des Elternbeirats und des Vorstands weitergegeben. Mit der Dämmerung war zum Abschluss des Tages bei vielen Kindern die Lichterschnecke sehr gefragt. Dabei durfte sich je ein Kind in einer groß angelegten, kerzenbeleuchteten Schnecke auf den Weg durch den Gang machen, um seine Kerze im Zentrum der Schnecke zu entzünden. Die eigentliche Aufgabe begann damit aber erst - nämlich die brennende Kerze nun im langsamen Schritt mit viel Gefühl und Geduld nach außen und wenn möglich sogar noch brennend bis zum Auto zu bringen. |





